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Wittenberger Radpilgergruppe mit bleibenden Eindrücken vom ev. Kirchentag aus Dresden zurück

(c) 2011 mitteldeutsche-kirchenstrasse.de

Auf dem Weg zum Kirchentag

“Dresden gab uns Kraft für den Alltag. Wir müssen alles erst noch sacken lassen.” Die Worte von Hannelore Hippe, Teilnehmerin an der 185 km- Radpilgertour der Mitteldeutschen Kirchenstrasse zum Kirchentag nach Dresden, vermittelten jenes Gefühl, dass wohl alle verspürten, die per Drahtesel die Elbmetropole erreichten. Ob in Weßnig, der ersten Radfahrerkirche Deutschlands, beim Gemeindeabend mit Vortrag von Peter Werner in Strehla an der Elbe, in Meißen und schließlich die fünf Tage Dresden zu Gast beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag – all diese Orte und deren Menschen hinterließen bleibende Eindrücke.
“Da wird auch dein Herz sein” hieß das Kirchentagsmotto aus dem Matthäusevangelium.
Kaum treffender hätte man die Worte wählen können, um jenes Zusammengehörigkeitsgefühl der unterschiedlichsten Menschen, mit den unterschiedlichsten Lebensläufen, aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands  beschreiben zu können.
Die Dresdener erwiesen sich als die perfekten Gastgeber. Sächsische Gastfreundschaft blieb nicht nur eine Floskel.
Auf dem Messegelände in Dresden, das zeitweise wegen Überfüllung geschlossen war, präsentierte sich die Mitteldeutsche Kirchenstrasse und der Freundeskreis Paul Gerhardt aus Gräfenhainichen an einem Gemeinschaftsstand.

Vereinsvorsitzender Lysander Pötzsch kam kaum zum Luftholen, so stark frequentiert war der Stand. “Das übertraf alle Erwartungen”, schätzte der bereits auf vielen Kirchentagen in Bremen, Köln und München erprobte Vereinschef ein.
300 000 Besucher in Dresden waren eine echte logistische Herausforderung, die von den Verkehrs- und Versorgungsbetrieben auf perfekte Weise gelöst wurden.
Das Kompliment verdiente sich aber auch die Menschen der Gastgeberstadt, von denen nur 15% der Evangelischen Kirche und 5% der Katholischen angehören. Das alles spielte jedoch keine Rolle. Auch die Konfessionslosen stellten den Gästen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern ein oder mehrere Betten zur Verfügung. Der einstmals so strapazierte Satz “Es wächst zusammen, was zusammen gehört.”, den die Realität manchmal immer noch Lügen strafte – in Dresden konnte man ihn endlich auf Schritt und Tritt verspüren.
Das grüne Kirchentagstuch war das allgegenwärtige Bekleidungsstück mit dem gewissen Widererkennungswert. Dresden ganz in Grün – die Farbe der Hoffnung – sie war mehr als nur ein Symbol. Die Gastgeberstadt des 34. Evangelischen Kirchentags in Hamburg 2013 sprach schon mal vor 120 000 Besuchern beim Abschlussgottesdienst ihre Einladung aus.
Auf der Euphoriewelle des Kirchentags getragen, versprachen die Wittenberger Pilger wieder per Rad dabei zu sein – Gabrielle Viehweger, Hanna Steffens, Hannelore und Reinhard Hippe, Klaus Fischer, Lysander Pötzsch, Henry Peterson und der Autor des Beitrags.

Von Rainer Schultz

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