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Spiritueller Tourismus auf der Mitteldeutschen Kirchenstrasse

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1.Radfahrerkirche Deutschlands in Weßnig am Elberadweg

Spiritueller Tourismus kann in den letzten Jahren steigende Zahlen vorweisen.

Die beiden Bereiche Gesundheitsvorsorge und Entspannung sind klar im Vormarsch. Immer mehr Menschen interessieren sich für spirituelle Wellness-Angebote wie Yoga, Tai Chi oder Meditation und verbinden das Reisen mit der Suche nach sinnstiftenden Angeboten und religiösen Anliegen.

Während Religion und Reisen eine alte Verbindung darstellen, sind Kirche und Tourismus ein relativ junges Paar. Dieses Begriffspaar Spirituell und Tourismus ruft auf den ersten Blick einen Widerspruch in unserer Betrachtung hervor. Dieser Widerspruch steht für Gegensätze wie “Geist und Materie, Religion und Wirtschaft, Kirche und Welt.” Und die Berührungspunkte sind interessant, während die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt, steigt gleichzeitig die Zahl der Menschen, die als Touristen an christlichen Orten, Geschichten und Erfahrungen interessiert sind. Immer mehr Menschen verbinden Reisen mit der Suche nach sinnstiftenden Angeboten und religiösen Anliegen.

In einem aktuellen Flyer zu dieser Thematik heißt es deshalb, “Touristiker auf der einen Seite brauchen in einer erlebnisorientierten Gesellschaft authentische Elemente für ihre Reisenden. Auf der anderen Seite haben die Kirchen viel zu bieten. Und aus einem touristischen Event wird vielleicht auch eine Rückbesinnung auf oder Erstbegegnung mit dem christlichen Glauben.”

Spirituelles Reisen wie das Pilgern sucht nach Authentizität, Entschleunigung, Wiederholung und Vertiefung. Folgerichtig möchten wir Ihnen hier das spirituelle Programm der 1.Radfahrerkirche Deutschland, der Kirche zu Weßnig in der Nähe von Torgau am internationalen Elberadweg gelegen, beispielhaft nennen:
Kirche zu Priesitz (c) 2011 Mitteldeutsche-Kirchenstrasse.deKirche zu Priesitz

1970 hatte die evangelische Kirche das Gotteshaus zu Weßnig aufgegeben.
Heute herrscht hier wieder buntes Leben, am 27.Juli 2003 wurde die Kirche als erste deutsche Radfahrerkirche eröffnet. Tausende Radfahrer haben hier inzwischen Station gemacht. Sie können in und um die Kirche einen Moment Ruhe finden, in der Bibel lesen, ein Gebet in das Fürbittbuch schreiben oder die Informationstafeln studieren.

Die Gemeinde verband die Idee mit dem Bemühen, eine der ältesten Kirchen der Region zu erhalten. Ehe die großen Pläne von einem Gewächshaus mit biblischen Pflanzen, einer Ausstellung zur Grabkunst oder der Kunstinstallationen im Innenraum der Kirche in Angriff genommen werden können, müssen unbedingt die notwenigen Sanierungsmaßnahmen am und im Kirchengebäude fortgesetzt werden. Eine neue Glocke läutet inzwischen schon mal vom 1992 sanierten Kirchturm.

Die Radfahrerkirche soll nicht nur ein Rastplatz für Körper und Seele sein, sondern auch einer theologische Dimension gerecht werden: “Chancen der Langsamkeit” oder “besser langsam” heißt das Motto. “Hier geht es um Fragen unseres Lebensstiles. Müssen wir die Schönsten, Reichsten, Schnellsten und Klügsten sein? Oder kommt es nicht viel mehr darauf an, auf das Ende zu sehen? Und das kostet Zeit und Geduld.”

Die Kirche besuchen kann man in der Zeit vom 1.5. bis 30.9. jeden Jahres. Besichtigung und Andacht sind jederzeit möglich. Und vielleicht kann man auch ohne Ausstellung schon entdecken, “dass Langsamkeit und Zeit haben jede Menge Chancen in sich birgt”.

Auf diese und andere Beispiele Spirituellen Tourismus wollen wir auf dieser Seite hinweisen.

Ein Kommentar »

  • derbaum schreibt:

    hallo,

    ich möchte gern auf die kirche in stadt wehlen hinweisen – diese ist auch als radfahrerkirche ausgewiesen und liegt direkt am elberadweg…